Dienstag, 6. März 2012

Die Schlange vor Europa

Adam und Eva leben zunächst im Garten Eden. Dort überredet sie die Schlange entgegen
dem Verbot Gottes vom Baum der Erkenntnis zu essen. Die Schlange überzeugt - das
Christentum spricht von „Sündenfall“.

Fernab der christlichen Lehre sei nun die Frage gestattet: „Wer will schon gerne „sündigen“,
sich also im Sinne einer bestimmte Lehre falsch verhalten?“


Die Finanzpolitik folgt sicher ganz eigenen Gesetzen – doch auch hier (und insbesondere
in jüngsten Zeiten!) ist ein korrektes, „richtiges“, für alle Beteiligten das Beste hervorrufende
Verhalten gefordert – denn:

Wie stern.de heute bekannt gab, brechen schlechte (noch schlechtere?) Zeiten für den
deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble an: Dem Bundeshaushalt drohe nun eine Milliardenlücke, da die Bundesbank den niedrigsten Gewinn seit sieben Jahren eingefahren
habe.

Gleichzeitig ist die Bundesregierung offenbar bereit, den Euro-Rettungsschirm für Griechen-
land aufzustocken, wie mehrere Nachrichtenagenturen heute berichten. Und Serbien (nach
Angaben der serbischen Regierung leben 8,8% der serbischen Bevölkerung unter der
Armutsgrenze und das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Monat liegt bei 330 Euro!) hat
nach harten Verhandlungen jüngst den offiziellen EU-Kandidatenstatus erhalten!

Wo soll das hinführen??

Wie viele Länder mit instabilem Staatshaushalt stehen noch vor Europas Türen „Schlange“
und wollen die EU dazu überreden von ihr aufgenommen zu werden?

EU-Kommissionspräsident Barroso wirbt weiterhin für eine geeinte EU.
Von wem ist er dazu verführt worden?


1 Kommentar:

  1. Hast Du wieder sehr schön und treffend geschrieben. Finde ich gut!

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